Die Arbeitstreffen
Von den sechs Arbeitstreffen sind drei in Deutschland geplant und drei im Ausland, die mit Exkursionen verbunden werden sollen, da sich in den Diskussionen der vorangegangenen Kolloquien durchweg gezeigt hat, dass für das genaue Verständnis vieler Problemstellungen und für die Entwicklung von Lösungs- und Deutungsmöglichkeiten die autoptische Auseinandersetzung mit den Monumenten unverzichtbar ist. Die Exkursionen werden die drei von den Netzwerkprojekten abgedeckten geographischen Arbeitsbereiche Griechenland, Kleinasien und Naher Osten erschließen und dort möglichst viele Forschungsstätten der Teilnehmer integrieren.
Die Arbeitstreffen selbst sind alle als zweitägige, nicht öffentliche Veranstaltungen geplant, um eine intensive Diskussion zu gewähren. Außer den Netzwerkteilnehmern und den Gastwissenschaftlern sollen nur begrenzt weitere (in der Regel jeweils ortsansässige) Forscher dazu gebeten werden, deren Forschungsthemen dazu Anlass geben. Insgesamt soll die Zahl von 20 Teilnehmern dabei nicht überschritten werden. Es ist jedoch geplant, die einzelnen Treffen mit einem jeweils schwerpunktgebundenen öffentlichen Vortrag durch einen der Teilnehmer oder Gastwissenschaftler zu beginnen oder abzuschließen. Während der Treffen werden am ersten Tag zunächst die einzelnen Mitglieder und Gastwissenschaftler zum jeweiligen Themenkomplex aus den Erfahrungen und Erkenntnissen ihres Projektes berichten, bevor am zweiten Tag systematisch zu den einzelnen Fragen oder Unterthemen Erkenntnisse zusammengetragen und auf übergeordnete Gültigkeit hin diskutiert werden.
Die Treffen im Ausland und die mit ihnen zu kombinierenden Exkursionen ermöglichen, die Problemfelder in ihrer konkreten Situation am Beispiel zu diskutieren. Aufgrund der Ausdehnung der Bauwerksgattung, ihrer Bedingtheit durch das jeweilige Terrain und die komplexen Kontexte der jeweiligen Befunde, die nur sehr begrenzt medial zu vermitteln sind, ist ein Abgleich der Diskussionen im Tagungsraum mit der Autopsie der Untersuchungsobjekte unumgänglich. Hierbei ist der Bedarf nach einer Exkursion in den Nahen Osten am größten, da dieser Raum eine große Anzahl an gut untersuchten und zum Teil von Netzwerkmitgliedern selbst bearbeiteten Mauern bietet, diese jedoch den wenigsten dort nicht selbst tätigen Forschern bekannt sind.
Übersicht der einzelnen Arbeitstreffen
1. Methoden der Befestigungsforschung (Oktober 2008 in Cottbus)
2. Naturraum, Technologie und Logistik (April 2009 in Athen, mit Exkursion im Anschluss)
3. Form, Funktion und Semantik (Herbst 2009 in Ephesos, mit Exkursion im Anschluss)
4. Befestigungen im historischen Kontext (Frühjahr 2010 in Frankfurt a. M.)
5. Befestigungen im regionalen Kontext (Herbst 2010 in Damaskus, mit Exkursion im Anschluss)
6. Synthese (Frühjahr 2011 in Berlin, mit öffentlichem Kolloquium im Anschluss)
© Mike Schnelle (2010-03-22 11:07:09)